Eigene Produktionen

Totenhagen
Yonic

Lyrical Jazz-Quartet

Zweites Album von Totenhagen, erschienen September 2020 bei KLAENG records (Buy CD).

Laura Totenhagen Voice
Felix Hauptmann Piano
Stefan Schönegg Bass
Leif Berger Drums

1) Assembly Line (Text: Shu Ting, Komposition: Laura Totenhagen) 03:38 min
2) Gifts (Text: Shu Ting, Komposition: Laura Totenhagen) 06:09 min
3) Maple Leaf (Text: Shu Ting, Komposition: Laura Totenhagen) 06:04 min
4) Fairy Tales (Text: Shu Ting, Komposition: Laura Totenhagen) 06:49 min
5) A Man In His Life Has No Time (Text: Yehuda Amichai, Komposition: Laura Totenhagen) 03:19 min
6) Sigh No More (Text: William Shakespeare, Komposition: Laura Totenhagen) 05:31 min
7) To The Oak (Text: Shu Ting, Komposition: Laura Totenhagen) 03:45 min
8) Ode To A Goat (Text und Komposition: Laura Totenhagen) 04:36 min
9) Noabo (Text und Komposition: Laura Totenhagen) 02:53 min

Gesamtlänge: 42:50 min

Aufnahme im Loft Köln mit Christian Heck 24.8. und 25.8.2018
Mixing im Tonart Studio in Kerpen-Horrem mit Christian Heck 8.10.2018 und 9.10.2018
Mastering von Nate Wood im Juli 2019, Brooklyn, New York
Fotograf: Andreas Wißkirchen
Layout & Design: Qimeng Sun

Von kleinen Welten und großen Herzen
– Text von Anke Steinbeck

Der erste Blick auf das florale, in lichte Farbtöne getauchte Coverbild überrascht: Wer Laura Totenhagen kennt, der weiß, dass die in Köln lebende Sängerin und Komponistin weder das Wesen einer arabesken Blumengötze besitzt noch irgendeine Art von Filtern nötig hat. Gemeinsam mit ihrer Band, bestehend aus Leif Berger (Schlagzeug), Felix Hauptmann (Piano) und Stefan Schönegg (Kontrabass), steht sie für einen modernen Jazz mit lyrischer Komponente und elegant arrangierten Klanggebilden. Ihr erstes Album, „Foliage“, erschien 2017 und machte die Band deutschlandweit bekannt. „Was für eine Stimme, fein, diskret, intim“, schrieb Ulrich Stock (Die Zeit), „Laura ist High End“. Mit ihrem neuen Album geht das Quartett diesen Weg kunstfertig, schnörkellos und das spielerisch beeindruckend vielschichtige Repertoire der Band ausschöpfend konsequent weiter.

„Yonic“ heißt das zweite Studio-Album des Quartettes Totenhagen, welches ausschließlich aus Eigenkompositionen besteht. Yonic ist das Adjektiv des tantrischen Begriffs Yoni, der in der Gedankenwelt der vier Musiker vorrangig als Klang/Quelle/Ursprung/Schöpfung eine Bedeutung erhält. Es geht in dem Album um die Stellung des Menschen in der Gesellschaft, um Illusionen und Alltäglichkeiten und, ja, um die Sichtbarmachung und Überwindung gegensätzlicher Prinzipien.

Fünf der neun Songs sind Vertonungen von Texten der chinesischen Dichterin Shu Ting (Track 1, 2, 3, 4 und 7). Desweiteren sind auf dem Album eine Shakespeare- Vertonung des Songs „Sigh No More“ aus „Much Ado About Nothing“ (6), eine von Yehuda Amichai „A Man In His Life Has No Time“ (5) und zwei Eigenkompositionen mit den Titeln „Ode To A Goat“ (8) und „Noabo“ (9) zu finden.

Gerade die Gedichte von Shu Ting liegen der Sängerin am Herzen. Shu Ting (geb. 1952) gilt als eine der wichtigsten chinesischen Dichter*innen im Nachgang der Kulturrevolution, ihre Werke erhalten im Hinblick auf die derzeitigen Bewegungen in der Heimat der heute noch lebenden Künstlerin eine neue Prägnanz. Shu Ting begann als junges Mädchen, nachdem sie gemeinsam mit ihrer Familie aus politischen Gründen in die Provinz verband worden war, nahezu ohne Schulausbildung mit ihren Tagebucheintragungen; viele ihrer Schriften sind in Phasen entstanden, in denen es keine Möglichkeit der politischen Meinungsäußerung gab. Laura hat sich bei der Auswahl der Texte viel Zeit genommen und ehrlich wie nie zuvor darauf geachtet, was die von der Dichterin gewählten Worte in ihr bewirken. Unter den ausgesuchten Texten sind immer wieder solche, in denen Shu Ting starke Naturmetaphern nutzt, um Menschen, Meinungen, Zustände und Orte zu beschreiben, zu hinterfragen oder versteckt zu kritisieren. Eben hierin liegt die Verbindung zur Wahl des Totenhagenschen CD-Covers und des Titels, in dem das kelchartige, bisweilen kitschig wirkende Szenario die Möglichkeit zur Kritik impliziert.

Einer der besonders schönen Titel ist „Gifts“. Bereits bei den ersten Worten, den stehenden Akkorden und rauschenden Wirbeln entsteht eine Atmosphäre, bei der der innerliche Blick des Zuhörers wie von Zauberhand in die wogende Krone eines Baumes und den darüber liegenden Himmel wandert. Jäh wird das idyllische Setting immer wieder unterbrochen, von ansteigenden Resonanzräumen und schärferen Geräuschanteilen unterwandert. Stets im Fluss ist das Spiel des Schlagzeugers Leif Berger, der mit seinen Einwürfen das gesungene Wort kommentiert und hinterfragt. „My dream is a dream of a pond / Not just to mirror the sky / But to let the willows and ferns / Suck me dry.“ Man spürt in diesen Momenten die intensive Auseinandersetzung jedes einzelnen Bandmitglieds mit freien, improvisierten Strukturen und die individuell frische, eigene Sicht, die auf dem Nährboden eines blinden Vertrauens innerhalb der Band die Musik wachsen lässt.

Ähnlich intensiv ist der Song „Fairy Tales“, der im chinesischen Originaltitel übersetzt werden kann als „Märchenerzähler“. Der untergründig morbide Stil des Textes und die schwebende Atmosphäre werden von Laura mit der zarten, melancholisch schimmernden Stimme einer Märchenerzählerin gesungen. Leif Berger, Stefan Schönegg und Felix Hauptmann folgen den Worten ideenreich, hoch emotional und flexibel mit eigenen Ideen. „The world may be tiny but the heart’s enormous”.

Insgesamt ist “Yonic” ein Album, das im Zusammenwirken mit unterschiedlichsten Stilistiken und Mitteln ungewöhnliche Assoziationen beim Zuhörer weckt. Mal schmeichelnd und erschütternd, mal an der Oberfläche verweilend und doch in die Grundfeste gehend, mal träumerisch und doch sehr wach klingt die Musik, mit der das Quartett das Fenster in eine kleine, mystische Welt zu öffnen versteht. Und an dessen Ende die Erkenntnis steht: Selten ist etwas wirklich so, wie es auf den ersten Blick scheint.

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https://www.instagram.com/lauratotenhagen/

 

 

FRONTCOVER OF CABBAGES

Of Cabbages And Kings
Aura

Neo A Cappella

Debüt-Album von Of Cabbages And Kings, erschienen Dezember 2018 bei KLAENG records (Buy CD)

Veronika Morscher Voice
Sabeth Pérez Voice
Rebekka Ziegler Voice
Laura Totenhagen Voice

1) Overcome (03:01)
2) M (02:43)
3) My Love Is As A Fever (03:53)
4) The Song (03:48)
5) Letter No.2 (02:33)
6) Am Morgen Dann (01:21)
7) Am I Still Facing Love (02:27)
8) Love (02:42)
9) Lust (02:30)
10) Do Not As I Do (04:53)
11) Rezept (03:54)

Recorded on Mars by Christian Heck, March 19/20, 2018. Mixed at Tonart Studio, Horrem by Christian Heck, June 22, July 13/14, 2018. Mastered at Silverbirch Mastering, Toronto by Andy Krehm, October 2018. Photos by Florian Fries. Cover design by Elisa Metz. Translation by Ula Martyn-Ellis. Special thanks to Christian Sieger & Michael Sieger / sieger design.

Homepage www.musicofcabbagesandkings.de

Pressetext von Jürgen Schwab
Of Cabbages and Kings gelingt es, den Zauber, den die menschliche Stimme auf uns hat, nicht nur zu erzeugen, sondern sogar zur vervierfachen. Und das ist absolut erstaunlich, fehlt doch Gesangs-Ensembles meist genau das, was Einzelstimmen so direkt zu uns sprechen lässt. Viele dieser Ensemble zahlen den höchstmöglichen Preis für ihren Gewinn an Lautstärke und die Möglichkeit Harmonien zu bilden.

Jede Sängerin ist eine Solokünstlerin mit eigenem Profil, deren ausdrucksstarker und farbenreicher Gesang auch allein fasziniert. Sie lassen sich gegenseitig Raum und ihnen gelingt die Balance zwischen Solo- und Ensemblegesang in immer neuen und immer überzeugenden Variationen. Aus den Farbkästen ihrer Einzelstimmen zaubern sie eine Vielzahl neuer Mischfarben auf die Palette und auch ihre Satzgesänge stecken voller emotionaler Kraft.

Das ist in der Tat außergewöhnlich: Jede der vier Musikerinnen komponiert und bringt nicht nur ihre eigene Handschrift ein, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Möglichkeiten der eigenen und der anderen Stimmen. Die Resultate sind verblüffend vielgestaltig: Vom gesprochenen Wort bis zu subtilen Jazz-Harmonien, von der rhythmisch-melodischen Sogwirkung popmusikalischer Figuren bis zu abstrakt-neutönerischen Dissonanzen und von zerbrechlich-zartem Pianissimo bis hin zum kraftvollen Forte. Dabei erscheint diese Vielfalt nie beliebig, sondern sie zeugt immer gestalterischer Kraft und sicherem Geschmack.

Foliage

Totenhagen FOLIAGE

2017, Toy Piano Records

Laura Totenhagen Gesang
Felix Hauptmann Piano
Stefan Schönegg Kontrabass
Leif Berger Schlagzeug

Get CD here

Mitwirkung bei Fremdproduktionen

Bundesjazzorchester | Verley Uns Frieden

Clara John (Sopran 1), Laura Kipp (Sopran 1), Karin Peters (Sopran 2), Charlotte Illinger (Sopran 2), Christa Abels (Alt), Laura Totenhagen (Alt), Louis Grote (Tenor), Stefan Intemann (Tenor), Timo Enders (Bariton), Niklas Lukassen (Bariton),

Daniel Buch, Fabian Dudek, Victor Fox, Julius Gawlik, Adam Gräbner, Frederik Mademann, Daniel Roncari, Ole Sinell (sax), Berthold Brauer

Marvin Frey, János Löber, Marko Mebus, Matthis Rasche, Cay Schmitz (tp)

David Bernds, Alistair Duncan, Christian Eiband, Marco Leibach, Lukas Reinert, Philipp Schittek (trb)

Philipp Schiepek, Lukas Wilmsmeyer (git), Felix Hauptmann, Béla Meinberg (p), Roger Kintopf, Andreas Pientka (b), Alexander Parzhuber, Ludwig Wandinger (dr)Kaufen

Kompositionen von Michael Villmow

 

Double Moon Records

Homepage Bundesjazzorchester

Bundesjazzorchester | Groove And The Abstract Truth

1 Worn Out Lovesong Machine
2 Broken
3 Close Encounters
Longing
Mr. Wolf
6 Trost im Stich
7 Stock Market Crash On The Planet Boo Boo

 

Double Moon Records

Homepage Bundesjazzorchester

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Bundesjugendorchester | Janáček | Bartók | Strauss

 

Mario Venzago (Dirigent) | Bundesjugendorchester

Aufnahmen auf der CD

Leoš Janáček (1854-1928)
Sinfonietta
Allegretto
Andante
Moderato
Allegretto
Andante con moto

Béla Bartók (1881-1945)
6 „Der wunderbare Mandarin” op. 19 (Pantomime in einem Akt nach einem Libretto von Menyhért Lengyel, Konzertsuite)

Richard Strauss (1864-1949)
7 „Till Eulenspiegels lustige Streiche” nach alter Schelmenweise in Rondeauform für großes Orchester

Eine Aufnahme des Westdeutschen Rundfunks Köln. Herstellung der CD mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. © & ℗ 2010.

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Bundesjugendorchester | Brahms | Berg

 

Peter Hirsch (Dirigent) | Bundesjugendorchester

Aufnahmen auf der CD

Johannes Brahms (1833-1897)
Klavierquartett g-moll op.25 (gesetzt für Orchester von A. Schönberg)
Allegro
2 Intermezzo
3 Andante con moto
4 Rondo alla Zingarese

Alban Berg (1885-1935)
Drei Stücke für Orchester op.6
5 Präludium
6 Reigen
7 Marsch

Eine Aufnahme des Westdeutschen Rundfunks Köln. Herstellung der CD mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. © & ℗ 2009.